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Wasserbauer – der grüne Bauberuf

Sachsenweit einmalige Aus- und Weiterbildung am ÜAZ Bautzen weiter gefestigt

Faschinen mit Wippen zur Sicherung einer Böschung. Foto: ÜAZ Bautzen

Der Beruf des Wasserbauers vereint die handwerklichen Grundkenntnisse vieler Berufe. Holzverarbeitung, Mauern, Beton-, Schalungs- und Straßenbau, Vermessung (insbesondere Abflussmessung und Peilung) sowie das Bedienen von Baumaschinen und der fachgerechte Umgang mit Anlagentechnik gehören dazu.

Das ÜAZ Bautzen bietet dafür die überbetriebliche Ausbildung an und ist nun auch zuständige Stelle und Durchführungsort für die Facharbeiter- und Meisterprüfungen der Landesdirektion Sachsen.

Der Bedarf ist erheblich. Bund und Länder bewirtschaften und unterhalten wasserbauliche Anlagen wie Uferbefestigungen, Schleusen, Wehre, Talsperren,  Hochwasserrückhaltebecken, Dämme, Deiche und Regelungsbauwerke. Bauunternehmen stellen diese Bauwerke als Auftragnehmer her.

Angesichts der umfassenden Renaturierung der Tagebaulandschaften ergibt sich ein großes Betätigungsfeld für Wasserbauer – also qualifizierte Fachleute, die den Zusammenhang und die Kreisläufe des Wassers, die Besonderheiten von Renaturierung und künstlichen Wasserwegen verstehen, erkennen und beherrschen.

Auch der Einsatz Ingenieurbiologischer Bauweisen zählt zu ihren grundlegenden Kompetenzen. Dazu gehört zum Beispiel das Werben und Verarbeiten von Faschinat zum Errichten verschiedener Lebend- und Totbauweisen zur Sicherung und Stabilisierung von Böschungen und Ufern.

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hatte die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung 2019 in die Hände des ÜAZ Bautzen gelegt. In 2021 konnten nun elf Lehrlinge aus Sachsen sowie 16 Meister verschiedener Landesbetriebe geprüft werden.

Bauunternehmen können die Lehrgänge über die SOKA BAU finanziell fördern lassen.