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Pilotprogramm für Auszubildende: Carbonbeton live erleben und nutzen

C³-Industrieverband und BBSN haben Pilotprogramm gestartet

Umgang mit dem neuen Baustoff: Oben die Vorbereitung der Stab- und Mattenbewehrung aus Carbon, unten der Einbau der Carbonbewehrung in eine Treppenschalung. Fotos: Thomas Engler

Der C³-Industrieverband hat gemeinsam mit dem Bau Bildung Sachsen e. V. ein Pilotprogramm gestartet, um Auszubildende mit dem innovativen Material Carbonbeton vertraut zu machen und ihnen seine Vorteile anhand praktischer Übungen näher zu bringen. So haben sich 14 Auszubildende im Rahmen der Ausbildungswochen vom 11. bis 22. Oktober 2021 über das Thema Carbonbeton informiert – und dabei auch praktische Erfahrungen für ihren weiteren Berufsweg gesammelt.

Gemeinsam mit Studierenden der HTW Dresden stellten sie jeweils eine Stahlbeton- und eine Carbonbetontreppe her, um die Unterschiede in der Herstellung, Handhabung und Verarbeitung von Carbonbeton live zu erleben. „Carbonbeton kommt immer häufiger zum Einsatz – in der Sanierung, aber auch im Neubau. Es ist somit unsere Aufgabe, das bereits im C³-Industrieverband vorhandene Wissen an die zukünftigen Arbeitskräfte weiterzugeben, die sich aktuell in der Ausbildung befinden. Und zwar anhand praktischer Übungen“, sagt Dr.-Ing. Frank Schladitz Geschäftsführer des Industrieverbandes C³ – Carbon Concrete Composite e. V.

Die frühzeitige Verankerung von Carbonbeton in der überbetrieblichen Bauausbildung ist ein Beitrag, um den neuen Baustoff und seine Herstellungstechnologie nachhaltig in die Breite der Bauunternehmen zu tragen. Das Projekt ist dabei gezielt auf die Realisierung von Neubauteilen aus Carbonbeton ausgerichtet. Es richtet sich an die dreijährigen Berufsbilder Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer sowie Betonfertigteilbauer. Durch die anwendungsbezogene Beschäftigung mit dem neuen Verbundbaustoff erweitern diese ihre Fertigkeiten erheblich.