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Modernste Maschinentechnik für die neue Generation im ÜAZ Glauchau

Hydraulikbagger und Walzenzug gehören seit Jahresbeginn zur Ausstattung des ÜAZ Glauchau

Stolze Ausbilder des ÜAZ Glauchau bei der Übergabe der Schlüssel für die neue Maschinentechnik. Foto: ÜAZ Glauchau

Ein intelligenter Hydraulikbagger mit integrierter 3D-Maschinensteuerung sowie ein Walzenzug mit Telematik und automatischer Verdichtungskontrolle gehören seit Jahresbeginn zur Ausstattung des ÜAZ Glauchau. Nach der Einweisung des Ausbildungspersonals werden die angehenden Baugeräteführer/-innen nun mit der neuen Maschinentechnik ausgebildet. Die digitalen Unterstützungssysteme verbessern unter anderem die Arbeitssicherheit. „Am Bagger sind mehrere Kameras installiert, die in Echtzeit ein 360-Grad-Bild der direkten Umgebung auf einen Monitor in der Fahrerkabine übertragen. Vor jeder Bewegung kann der Fahrer so einfach die Umgebung der Maschine überprüfen“, sagt Baumaschinenmeister und Ausbilder Sven Förstel. Der neue Walzenzug bringt neben einer sehr umfangreichen Telematik auch Erleichterungen für Walzenfahrende mit. So wird den Bedienenden in einem Display mit Ampelfarben der Verdichtungsgrad angezeigt. Durch das automatische Anpassen der Amplituden können sie die Verdichtungsergebnisse optimieren.

Zurzeit sind in vielen sächsischen Ausbildungsbetrieben Maschinen ohne eine entsprechende, digitale Ausstattung vorherrschend. Die neue Technik ist aber im Kommen. Durch die moderne Maschinentechnik im ÜAZ Glauchau kann daher bereits in der Ausbildung auf die digitalen Möglichkeiten eingegangen werden. So kann zum Beispiel die Bauleitung oder das Ausbildungspersonal Auszubildenden Arbeitsaufträge, zum Beispiel zum Ausheben einer Baugrube, direkt auf das Display des Baggers einspielen. Durch die automatische Erfassung und Übermittlung von Telematikdaten des Baggers und der Walze, z. B. zum Arbeitsfortschritt oder Maschinenverbrauch, „kommuniziert“ der Auszubildende nun direkt mit der Bauleitung.

Die Herausforderung für das Ausbildungspersonal ist deshalb nun, Lehrgangskonzepte so anzupassen, dass die angehenden Baugeräteführer/-innen befähigt werden, mit den herkömmlichen wie auch mit den moderneren Baumaschinen arbeiten zu können. Bezogen auf die neue Technik werden die Auszubildenden zunehmend zu Multiplikatoren in ihren Firmen und können ihren Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten die Vorteile der neuen Möglichkeiten erläutern.

Die neue Maschinentechnik wurde im Rahmen des Projektes „Digitales Arbeiten und Lernen in der Baumaschinenbedienung (DALiB)“ über das Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Sonderprogramm wird durchgeführt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).