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Digitale Stunden für das Ausbildungspersonal

Regelmäßiges Weiterbildungs-angebot zu digitalen Themen in der Bauausbildung.

Ausbilder des ÜAZ Dresden erkunden die digitalen Gebäudemodelle während der digitalen Stunde. Foto: Sven Böttcher

Seit November 2020 bilden sich die Ausbilder des Bau Bildung Sachsen e. V. (BBSN) und Bau Bildung Sachsen-Anhalt e. V. regelmäßig zu digitalen Themen weiter. Die sogenannte digitale Stunde findet jede Woche zeitgleich an allen Standorten statt. Im Vordergrund stehen Schulungen zum selbstständigen Einsatz digitaler Bauwerksmodelle in der Ausbildung und das sichere Anwenden notwendiger Hard- und Software im Ausbildungsalltag.

Gestartet wurde mit dem Erkunden und Bedienen von Touchscreen-Tafel, Desktop-PC, Tablet, Ladewagen und Ausbildungsnetzwerk. Hierbei galt es auch, deren Zusammenwirken kennenzulernen, um die Auszubildenden bei der Nutzung der Technik ganzheitlich begleiten zu können.

Derzeit werden die Ausbilder befähigt, die Anwendungssoftware „Trimble Connect“ zur Inszenierung handlungsorientierter und modellbasierter Arbeitsaufgaben einzusetzen. Sie nutzen dazu die Projektstruktur der Software für die Dokumentenbereitstellung, heben gewerkspezifische Modelle farblich hervor und erstellen nach didaktischen Grundüberlegungen Ansichten des Modells, um den Auszubildenden Arbeitssituationen zu veranschaulichen. Schritt für Schritt werden in den digitalen Stunden die vielfältigen digitalen Ausstattungsgegenstände der Standorte erschlossen und möglichst umfassend zum Einsatz gebracht.

„Den Entschluss, eine digitale Stunde einzuführen, haben wir Anfang 2020 nach einem Besuch im AFZ Erfurt gefasst. Dort gibt es eine digitale Stunde bereits seit Längerem.“ berichtet Michael Wieczorek, Leiter Bildung des BBSN und ergänzt: „Eine zusätzliche Herausforderung war es, diese Stunde zeitgleich und mit einer zentralen Anleitung aus dem Standort Dresden anzubieten. Deshalb sind es nicht nur digitale Inhalte, die uns beschäftigen, sondern auch die Bereitstellung eines gemeinsamen, digitalen Lernortes“.

Die Gleichzeitigkeit der wöchentlichen Weiterbildung ermöglicht es den Ausbildern auch, sich standortübergreifend zu Themen ihrer jeweiligen Gewerke auszutauschen. So lassen sich zum Beispiel Neuerungen der Vermessungstechnik oder Baustellen-Apps gemeinsam ausprobieren.

Die Skepsis gegenüber der Digitalisierung lässt sich jedoch nicht bei jedem Ausbilder ausräumen. Eine verbindliche Regelmäßigkeit der Schulungen trägt aber dazu bei, dass sich alle mit der Thematik auseinandersetzen und bestenfalls den Mehrwert für die Ausbildungsunternehmen, die Azubis und für die eigene Arbeit nach und nach selbst erkennen.